Eigentlich begann es schon früher, nämlich im Jahre 1967, als im süd-amerikanischen Portillio Österreich bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften ein Debakel erlitt. Aufgrund des damals enttäuschenden Ergebnisses - 1 Goldmedaille durch Erika Schinegger - ging man in Österreich daran, in der Nachwuchsarbeit einen neuen Weg zu suchen. Man fand ihn in der Verbindung Schule und Skisport, d.h., den talentierten Schülern und den Jugendlichen in Österreich sollte neben ihrer schulischen Ausbildung eine gezielte Sportausbildung geboten werden.
In Stams/Tirol wurde ein Skigymnasium für Schüler ab 14 Jahren errichtet. Die Idee, Schule und Sport zu verbinden, fand große Zustimmung. Man ging daran, für die Altersgruppe der 10- bis 14-jährigen Skihauptschulen zu installieren. Es dauerte nicht lange, und von Vorarlberg bis Niederösterreich hatte jedes Bundesland eine Skihauptschule.
So auch die Steiermark, die 1969 in Schladming mit einer Skihauptschule begann. Mit dem Schuljahr 1972/73 beendeten die ersten Schüler, unter ihnen Lea Sölkner und Peter Wirnsberger, die 4. Klasse der Skihauptschule. Um diesen und weiteren steirischen Skitalenten eine Berufsausbildung zu ermöglichen, wurde in Schladming eine dislozierte Klasse der BHAS und BHAK Liezen installiert.
Diese erste Handelsschulklasse besuchten 31 Schüler, davon 8 Schüler der Skihauptschule, die in ihrer rennsportlichen Ausbildung unterstützt wurden. Die sportliche Ausbildung übernahm zu diesem Zeitpunkt der Steirische bzw. der Österreichische Skiverband. Mit Stütz- und Förderstunden wurde der durch Training und Wettkämpfe versäumte Unterricht nachgeholt und 8 von 9 Schülern erreichten dadurch das Lehrziel.
Ab dem Schuljahr 1974/75 wurde erstmals eine eigene Skiklasse eingerichtet, die von den Schülern aus allen Regionen der Steiermark besucht wurde. In diesem Jahr wurden auch nordische Skisportler in die Schule aufgenommen. 1975/76 besuchten die erste Klasse: 3 Tiroler, 7 Kärntner, 5 Oberösterreicher, und 9 Steirer.
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Als Wohnstätte diente den Schülern das mittlerweile fertiggestellte Landessportschülerheim. Zu dieser Zeit begannen auch die ersten Gespräche, die dislozierten Klassen in Schladming zu verselbständigen.
Der 3. Februar 1978 ging nicht nur in die Annalen des Steirischen und des Österreichischen Skiverbandes ein, sondern auch in die Annalen der Skihandelsschule Schladming, als mit Lea Sölkner-Schramek eine Albsolventin der Schule den Weltmeistertitel im Slalom erringen konnte. Dazu kam der Gewinn der Goldmedaille im Abfahrtslauf durch Sepp Walcher, der seinerzeit die Skihauptschule besucht hatte.
"Gestärkt" durch diese sportlichen Erfolge, wurden die Verselbständigung der Schule in Angriff genommen. Mittlerweile wurde auch das Unterrichtsjahr umgestaltet. Es wurden Freiräume für Training und für die Teilnahme an Wettkämpfen geschaffen. Durch eine spezielle Gestaltung des Unterrichts standen dem Skisport insgesamt 9 Wochen zur Verfügung. Für das Training wurden 3 Wochen in der Zeit von November bis Weihnachten verwendet, Jänner und Februar waren unterrichtsfrei.
Während der übrigen Zeit hatten die Skischüler verstärkten Unterricht. Diese zeitliche Einteilung hat sich als zweckmäßig erwiesen, da der Konflikt zwischen Schule und Sport auf ein Minimum reduziert wurde.
Es wurde aber klar, daß man durch die steigende Belastung - der Skirennsport war beinahe ein Ganzjahressport geworden - nicht umhinkam, die Skihandelsschule von 3 auf 4 Jahre zu verlängern, um den Schülern eine gute Ausbildung im Skisport wie auch im schulischen Bereich zu garantieren. Mittlerweile hatten auch die ersten Absolventen die Schule verlassen, die zum Teil ihre sportliche Karriere beendeten und ins Berufsleben einstiegen.
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Ab dem Schuljahr 1977/78 wurde die Ausbildung an unserer Schule von 3 auf 4 Jahre verlängert. Im Jahre 1979 wurden der Stadt Schladming die Alpinen Skiweltmeisterschaften 1982 zugesprochen.
So waren es vermutlich drei Gründe, die die Verselbständigung der Schule sowie die Errichtung eines neuen Schulgebäudes beschleunigten:
1. der gute Zuspruch der Ski-HAS Schladming, welche mittlerweile neben dem Skigymnasium Stams eine wertvolle Ausbildungsstätte für alpine und nordische Skisportler wurde.
2. die Erfolge unserer Absolventen Lea Sölkner, Slalom-Weltmeisterin 1978, Peter Wirnsberger, Sibermedaillengewinner in Lake Placid 1980.
3. der Zuschlag beim FIS-Kongreß in Nizza für die Alpinen Skiwelt-meisterschaften 1982.
Mit Ende des Schuljahres 1979/80 kam dann der ersehnte Erlass des Landes-schulrates für Steiermark, dass das Dislokationsverhältnis zur BHAS und BHAK Liezen gelöst wird und dass mit Beginn des Schuljahres 1980/81 in Schladming eine Private Handelsschule errichtet wird, deren Schulerhalter der Handels-schulverein Schladming ist.
Nun ging es Schlag auf Schlag: die Schule war seit dem Schuljahr 1974/75 im "alten Kloster" untergebracht (vor Jahren diente dieses Gebäude bereits als Bürgerschule, und danach war darin der katholische Kindergarten untergebracht). Dieses ehrwürdige Gebäude konnte natürlich den Anforderungen eines modernen Unterrichts nicht standhalten.
Nach "zähen" Verhandlungen fand am 22. 9. 1980 die Bauverhandlung statt - mittlerweile wurde am 1. 10. 1980 die konstituierende Sitzung des Handels-schulvereines Schladming, des Schulerhalters der "Privaten Handelsschule und der 4jährigen kaufmännischen Lehranstalt für Skisportler", abgehalten.
Am 14. 2. 1981 begann man mit dem Neubau, und bereits Anfang November 1981 zog das Organisationskomitee für die Alpinen Skiweltmeisterschaften in das Gebäude ein. Im Winter 1981/82 hatte das Gebäude seine "Feuertaufe" bestanden. Sämtliche Räume wurden vom Organisationskomitee für die Alpinen Skiweltmeisterschaften 1982 genutzt.
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Nach den erfolgreichen Skiweltmeisterschaften räumte das Organisations-komitee Anfang März das Gebäude, und die Handwerker konnten wieder ans Werk gehen, um das Gebäude für den Schulbetrieb fertigzustellen. Mit Beginn des Schuljahres 1982/83 fanden 142 Schüler und der Lehrköper ein wunderschönes Gebäude vor, welches am 8. 10. 1982 feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde.
Man stand im 10. Jahr des Bestehens der Handels- und Skihandelsschule Schladming, und es wurden bei der Eröffnung jene Persönlichkeiten erwähnt, die sich besonders für die Errichtung einer selbständigen Schule verdient gemacht haben.
Seitens des steirischen Skiverbandes waren es die Präsidenten Kommerzialrat Viktor Derkogner und Hofrat Dr. Otto Straub, seitens der Gemeinde Schladming NRAbg. Bgm. Herman Kröll, seitens des Landesschulrates für Steiermark Hofrat DDr. Ewald Scheiber, seitens der Stmk. Landesregierung LH Friedrich Niederl, LH Josef Krainer und die Landesräte Prof. Kurt Jungwirth und Dr. Christoph Klauser, seitens des Bundes Sektionschef Dr. Adolf März.
Mittlerweile hatte das Kuratorium unter dem Vorsitz von Dr. Kurt Flecker und ab Dezember 1982 unter dem Vorsitz von Dr. Johannes Gschier die Grundlage für ein bestens "florierendes" Schulleben geschaffen. Bald befasste man sich im Kuratorium mit neuen Projekten.
Der Turnsaal des Landesschülerheimes erwies sich bald als zu klein und so diskutierte man 1984 die Errichtung eines eigenen Turnsaales. In den darauffolgenden Jahren war die Errichtung des Turnsaales stets ein wichtiger Tagesordnungspunkt bei den Beratungen des Kuratoriums.
Die ersten Gespräche hinsichtlich der Finanzierung fanden 1986 statt. 1987 wurde das Grundstück für den Turnsaal erworben, 1988 ein Wettbewerb betreffend Turnsaalbau ausgeschrieben.
Die Modell-Entwürfe wurden im November 1988 präsentiert. Nach weiteren Verhandlungen im Jahr 1990 begann der Bau des Turnsaales unter Architekt Winfried Windbichler. 1992 war der Turnsaal fertiggestellt, und der Trainingsbetrieb konnte aufgenommen werden.
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In der Sitzung der 10. Mitgliederversammlung des Schulerhaltervereines brachte NRAbg. Bgm. Hermann Kröll den Vertretern von Bund und Land unter dem Tagesordnungspunkt "Allfälliges" zur Kenntnis, dass seitens der Stadt und der Region der Wunsch besteht, das Bildungsangebot zu erweitern, da die Ansicht vorherrsche, daß ein Handelsschulabschluss im Bereich der Wirtschaft nicht mehr ausreichend sei.
Bis 1995 hatte man diskutiert, Verhandlungen geführt, Modelle entworfen, bis am 2. 10. 1995 im Landesschulrat für Steiermark unter Vorsitz von Univ. Prof. Dr. Bernd Schilcher im Beisein von Vertretern des Unterrichtsministeriums, des Landesschulrats, der Stmk. Landesregierung sowie Vertretern der Wirtschaftskammer beschlossen wurde, einen HAK-Aufbaulehrgang mit Elementen des Fernstudiums zu installieren.
Die nächsten Monate waren von hektischer Betriebsamkeit geprägt. In zahlreichen Gesprächen innerhalb des Lehrkörpers der Schule mit dem Landesschulrat für Steiermark wurde ein grundsätzliches Konzept entwickelt, welches durch den Verein "Skihandelschule Schladming" am 10. 12. 1995 mit der GZ.: 13-386 Schi 6/1-1995 mit dem Betreff "Führung eines HAK-Aufbaulehrganges ab dem Schuljahr 1996/97" dem Bundesministerium für Untericht und kulturelle Angelgenheiten zur Genehmigung vorgelegt wurde.
Ab dem Schuljahr 1995/96 erweiterten wir das sportliche Angebot an unserer Schule - es wurden die ersten Snowboarder aufgenommen und ein eigener Snowboardtrainer angestellt.
Durch die Mithilfe von LSI Hofrat Dkfm. Mag. Dr. Werner Breuss konnte das pädagogische Konzept fertiggestellt werden, welches am 22. 2. 1996 mit den Vertretern des Unterrichtsministeriums MinRat Dkfm. Gottfried Bernhart, Oberrätin Kempel, MinRat Dr. Jisa in Schladming besprochen wurde und nach geringfügigen Änderungen letztlich seitens der Abteilung 23 im Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten genehmigt wurde.
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Der endgültige Bescheid wurde am 27. Juni 1996 übermittelt, und am 26. 8. 1996 begann der Unterricht im 1. Jahrgang des HAK-Aufbaulehrganges.
1998/99 konnten die ersten Maturanten und Maturantinnen den HAK-Aufbaulehrgang mit der Reifeprüfung abschließen. Eine besondere Ehre war es, dass LSI Hofrat Dkfm. Mag. Dr. Werner Breuss, der sich immer wieder für den Aufbaulehrgang eingesetzt hatte, den Vorsitz bei der Reifeprüfung innehatte.
Im Jahr 2001/02 gab es auch im sportlichen Bereich eine Ausweitung: Erstmals wurden auch Biathlet/innen aufgenommen und ergänzen somit das Angebot an nordischen Sportarten.
Am 31.August 2003 ging Mag. Werner Steinberger in den Vorruhestand. Mit ihm war untrennbar Aufbau und Weiterentwicklung der Skihandelssschule verbunden, war er doch von Beginn an dabei und brachte immer wieder neue Ideen und Vorschläge zur Diskussion.
Mit 1.September 2003 übernahm Mag. Eleonore Schrefler, die langjährige Administratorin, die Leitung der Schule. Unter ihrer Leitung wurden neue Akzente im Bereich einheitliches Auftreten und der Schulentwicklung gesetzt.
Im Jahr 2003/04 wurden (nach dem ersten Versuch einige Jahre vorher) erstmals wieder die beiden ersten Klassen als Notebook-Klassen geführt. Gleichzeitig wurden weitere Räume technisch aufgerüstet (stationäre Beamer und Leinwände, mobil einsetzbare Beamer, zusätzliche Video- und TV-Ausrüstung).
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Wir wollen immer auch an jene denken, die uns vorzeitig verlassen haben:
Schüler der Skihandelsschule:
Birgit KLERR
Ulrike MAIER
Peter WIRNSBERGER II
Georg SCHÖRGHOFER
Christian PIRKER
Schüler der Regelhandelsschule:
Manfred GRÖSSINGER
Günther PROMBERGER
Gerald PRESCHER
Roland SCHREMPF
Heimo STOCKER
seitens des Lehrkörpers:
Mag. Ingrid KARGL
Alois KAHR
Erwin LÖGER